Oh wie schön ist Panamá

von Axel Porsch | Panama – Sonne und Strand im Überfluss. Leicht zu befestigen und überall im Einsatz: die Hängematte. In Panama dient sie als Bett, Sofa oder sogar als Schaukel für Jung und Alt. Das tropische Klima macht sie zum idealen Ruheplatz.

Und auch die Küsten Panamas sind fürs Vergnügen gemacht – für jeden Geschmack stehen die richtigen Strände zur Verfügung: einsam oder belebt, mit vielen Annehmlichkeiten ausgestattet oder naturbelassen, mit weißem, gelbem oder grauem Sand, groß oder klein, abgeschieden oder nah am quirligen Leben.

Im Norden des Landes, im warmen Wasser des Karibischen Meeres, liegt an der Chiriquí-Lagune die Provinz Bocas del Toro. Mit neun Inseln, 51 Sandbänken und mehr als 200 Inselchen bietet das Archipel in kristallklarem Wasser eine bezaubernde Ansammlung von Korallenriffen und Stränden und eine einzigartige Vielfalt unterschiedlichster Meeresbewohner. Außerdem Rückzugsgebiete für Meeresschildkröten und die seltenen Manatees. Bocas del Toro ist nicht nur ein idealer Ort für unvergessliche Flitterwochen, sondern macht auch den nahen Urwald auf ökologisch verträgliche Art für Besucher zugänglich. Zum Entspannen und Sonnenbaden laden besonders die Strände La Cabaña und Boca del Drago auf der Colón-Insel ein.

Im Westteil der Provinz Panama liegen herrliche Strände wie Cermeño, Gorgona, Coronado und Punta Barco mit strahlend weißem oder dunklem Sand mitten im tropischen Leben und abgeschirmt durch dichte Kokospalmengürtel.

Etwa in der Mitte des Isthmus und weniger als zwei Stunden entfernt von Panama-Stadt gelegen, bietet die Region Coclé mit ihrer Hauptstadt Penonomé schöne Unterkünfte an.

Die zauberhaften Strände Santa Clara, Farallón und Río Hato an der Pazifikküste eignen sich besonders für einen Familienurlaub. Hier kann man Wasserski fahren, Beachvolleyball spielen oder andere Strandsportarten betreiben.

In der Provinz Darién, im Südosten des Landes, warten wilde Strände, an die jahrtausendealte Tropenwälder voller Leben grenzen, darauf, entdeckt zu werden. Hier ist auch die erste spanische Stadt – Santa María la Antigua von Darién – gegründet worden. Darüber hinaus sind in den feuchten Regenwäldern von Darién zahllose Pflanzen- und Tierarten beheimatet, und damit eines der vielfältigsten und komplexesten Ökosysteme der Welt.

Das Meer an den endlosen Küsten Panamas leuchtet in zahllosen Blautönen, garniert mit dem Weiß der Kreuzfahrt- und der Segelschiffe. Surfen, die aufregendste Begegnung mit dem Meer, ist hier eine der interessantesten Alternativen zum Abenteuertourismus Panamas. Professionellen oder anderen leidenschaftlichen Surfern bietet dieses Land an zwei Meeren eine einmalige Zahl von Stränden mit dem perfekten Wellengang. Santa Catalina und Mariato in der Provinz Veraguas und Playa Venado in der Provinz Los Santos beispielsweise sind Schauplätze wichtiger regionaler Surfwettbewerbe – eine Attraktion für aktive Surfer und für all jene, die den Strand genießen und dabei die eindrucksvollen Darbietungen in den Wellen sehen wollen.

Neben einer Vielzahl interessanter touristischer Attraktionen bietet Panama fröhliche, gastfreundliche Menschen sowie eine unvergleichliche Schönheit und einzigartige Vielfalt von Flora und Fauna, die dieses Land zu einem der wichtigsten Ziele nachhaltigen Ökotourismus in Mittelamerika machen.

Sport und Abenteuer in Panama

Wegen seiner besonderen geografischen Lage und seinem ganzjährig tropischem Klima lockt Panama mit endlosen Küstenstreifen, Korallenriffen, Flüssen, Bergen und Regenwald – idealen Bedingungen für sportlich aktive Reisende und solche, die das Abenteuer suchen.

Eingebettet zwischen zwei Weltmeeren, bietet Panama alles, was sich Wassersportler wünschen: die größten Wellen und mit Point Breaks im karibischen Bocas del Toro und Reef Breaks entlang der Halbinsel Azuero am Pazifik zwei international renommierte Surferparadiese. Doch auch die Strände um Panama-Stadt können hier gut mithalten. Darüber hinaus gewährt die Unterwasserwelt abwechslungsreiche Einblicke: Schnorcheln im Karibischen Meer wird ebenso geboten wie Tauchgänge im Atlantik und sogar im Gatun-See, der Teil des Panama-Kanals ist. Unterwassersportler können hier, an der imposantesten Wasserstraße der Welt, die Lebensgemeinschaften der Korallenriffe und Mangrovenwälder sowie jahrhundertealte versunkene Dörfer erforschen.

Einzigartige Nähe zur Natur

Reißende Flüsse im Westen des Chiricanischen Hochlandes laden mit Stromschnellen der Klassen III und IV zum White Water Flussrafting ein. Die kristallklaren Flüsse entspringen dem Hochland rund um den Vulkan Barú – mit 3.475 Metern über dem Meeresspiegel die höchste Erhebung des Landes. Schmale Canyons und versteckte Bergpassagen führen dort durch üppige Regenwälder mit einer unvorstellbaren Vielfalt von Pflanzen und Tieren. Trekker finden hier einige der anspruchsvollsten und interessantesten Wanderpfade Panamas und begegnen mit etwas Glück auch dem Nationalvogel Panamas, dem etwa taubengroßen Quetzal. Von Tageswanderungen auf dem Las-Cruces-Pfad und der Pipelinestraße im Soberania-Nationalpark über den La-Cruz-Pfad im Campana-Nationalpark oder den Los-Quetzales-Pfad im Vulkan-Barú-Nationalpark bis hin zum herausfordernden Aufstieg zum Krater des Barús – Panama gewährt eine einzigartige Nähe zu wirklicher Natur.

Abenteuerlust und Ausdauer

Ausgedehnte Entdeckungsfahrten, die die einzigartige Landbrücke Panama von einem Meer zum anderen überqueren oder über den langen historischen Las-Cruces-Pfad in Chagres und durch die Nationalparks von Portobelo bis in die Tiefen des Nationalparks von Darién führen, lassen das Herz jedes Abenteurers höher schlagen. Hochseeangler können in den tiefen Gewässern um Panama ebenso reiche Beute machen wie die Angler am Gatun-See des Panama-Kanals. Legendär sind bei Marathon-Fans die Läufe von Panama-Stadt entlang des Pazifischen Ozeans. Und die historische Stadt Portobelo organisiert Triathlon-Wettkämpfe, die sich mit Schwimmen in den warmen Gewässern des Karibischen Meers, Radfahren durch den Dschungel und einem Lauf durch und um die kolonialen Befestigungsanlagen deutlich von den Veranstaltungen in Europa unterscheiden. Beide Veranstaltungen ziehen jährlich tausende von Athleten aus aller Welt an.

Der Panamakanal ist zudem alljährlich Schauplatz eines dreitägigen Einbaumrennens auf der Verbindung zwischen den beiden Weltmeeren.

Neben einer Vielzahl interessanter touristischer Attraktionen bietet Panama fröhliche, gastfreundliche Menschen sowie eine unvergleichliche Schönheit und einzigartige Vielfalt von Flora und Fauna, die dieses Land zu einem der wichtigsten Ziele nachhaltigen Ökotourismus in Mittelamerika machen.

Die Altstadt von Panama – Weltkulturerbe Casco Antiguo

Die architektonischen Spuren dieser ersten spanischen Stadt an der Pazifikküste Mittelamerikas lassen sich auch heute noch leicht zu Fuß verfolgen.

Die ursprüngliche Stadt Panama (Panamá la Vieja) existierte nur gut 150 Jahre. Im Jahr 1519 gegründet, wurde sie 1671 durch einen Angriff des englischen Piraten Henry Morgan zerstört. Um vor weiteren Angriffen geschützt zu sein, wurde die neue Bebauung im Jahr 1673 ca. acht Kilometer südwestlich der Ruinen errichtet. Schwere Steinmauern schützten die neu angelegte Stadt, deren kolonialer Stil sich heute zwischen Barock und Neoklassizismus in der Schönheit ihrer eindrucksvollen Gebäude widerspiegelt und deren ganze Pracht auch in den engen Straßen des inzwischen als Casco Antiguo bekannten Stadtviertels allgegenwärtig ist. Im Jahr 1997 erklärte die UNESCO diesen Teil von Panama-City aufgrund seiner historischen Bedeutung durch die Verbindung der architektonischen Einflüsse aus Spanien, Frankreich und Amerika zum Weltkulturerbe.

Neben der zentralen Kathedrale mit ihrer Steinfassade und den seitlichen Türmen, die die beiden Glocken aus der ursprünglichen Kathedrale vonPanamá la Vieja beherbergen, werden in der Casco Antiguo noch weitere kirchliche Gebäude für die Nachwelt erhalten.

Die Ruine des alten Klosters von Santo Domingo – heute bekannt als el Arco Chato (tiefer Bogen), das als eines der prächtigsten Gotteshäuser der Stadt im Jahr 1678 erbaut und 1771 durch einen Brand zerstört wurde, zählt ebenso dazu, wie die Kirche von San José. Alte Überlieferungen berichten, dass deren goldener Altar von den Priestern und Bewohnern Panamá la Viejas angesichts der drohenden Plünderung durch Piraten unter einer Bemalung mit Tonerde und Blättern versteckt  wurde. So blieb Henry Morgan das wertvolle Stück letztlich verborgen und wurde später in die Kirche von San José in der neu errichteten Stadt eingebaut.

Aber auch eher weltliche Gebäude wie das Rathaus Casa de la Municipalidadund das Stadtpalais Palacio Municipal mit seiner klassizistischen Architektur sowie das Kanalmuseum, welches Mitte des 19. Jahrhunderts in einem ehemaligen Luxushotel untergebracht wurde, sind hier erhalten geblieben.

Die wohl prächtigsten Gebäude in der außergewöhnlichen architektonischen Mischung des Casco Antiguo sind das Präsidentenpalais, auch bekannt alsPalacio de Garzas (Palast der Reiher), sowie das Teatro Nacional(Nationaltheater).

In diesem Zusammenhang darf natürlich auch der Paseo de las Boveda(Gewölbepromenade) nicht unerwähnt bleiben, der einen langen Steinwall krönt, den die Spanier nach den Piratenangriffen zum Schutz der Stadt errichtet hatten.

Unterhalb des Walls befindet sich die Plaza de Francia, ein städtischer Platz, der an jene etwa 22.000 Franzosen erinnern soll, die beim Bau des Panamakanals ihr Leben ließen. An einer Seite des Platzes schließen sich Gewölbe an, die zunächst von den Spaniern und später von den Kolumbianern als Gefängniszellen genutzt wurden. Heute bieten die renovierten und ausgebauten Gewölbe das besondere Ambiente für ein Restaurant und eine Kunstgalerie..

Zwischen Panamá la Vieja und Casco Antigua erhebt sich der moderne Teil von Panama-City mit beeindruckenden Wolkenkratzern und wirtschaftlicher Betriebsamkeit. Hier sind alle renommierten Marken der Welt in den Läden der Einkaufszentren und -straßen vertreten. Ein Umstand, dem Panama seinen Ruf als bedeutende Shopping-Destination zu verdanken hat.

Die bunte Mischung aus Ethnien und Kulturen schuf in Panama-Stadt eine vielfältige und abwechslungsreiche Küche, die zu den besten der internationalen Gastronomie gezählt werden darf und sorgt nicht zuletzt auch dafür, dass man sich in Panama nicht als Fremder fühlt.

Neben einer Vielzahl interessanter touristischer Attraktionen bietet Panama fröhliche, gastfreundliche Menschen sowie eine unvergleichliche Schönheit und einzigartige Vielfalt von Flora und Fauna, die dieses Land zu einem der wichtigsten Ziele nachhaltigen Ökotourismus in Mittelamerika machen.

Panama: Partner der UNESCO

Die natürliche Schönheit und die kulturelle Vielfalt Panamas genießen weltweite Anerkennung und den Schutz wichtiger internationaler Organisationen.

Die UNESCO hat fünf Orte und Regionen in Panama als „Welterbe“ ausgezeichnet. Im Jahr 1980 machte die Provinz von Colón an der panamaischen Karibikküste den Anfang, als die Festungsruinen von Portobelo und San Lorenzo als erste panamaische Orte ihren Eintrag in die wichtige Liste der UNESCO fanden.

Die beeindruckenden  Ruinen sind  exzellente Beispiele der spanischen Militärarchitektur des 17. und 18. Jahrhunderts und dienten dem Schutz des transatlantischen Handels. Ihre bemerkenswerte Eleganz überstand die zahlreichen Angriffe der Seeräuber, die auf ihrer Suche nach den Schätzen Südamerikas und der alten Stadt Panama die Festungen attackierten.  Beide Forts befinden sich in geschützten Regenwaldgebieten entlang eines kilometerlangen Küstenstreifens mit reichem Unterwasserleben – heute ein idealer Platz zur Vogelbeobachtung und für Abenteursportarten.

Der Nationalpark von Daríen wurde 1981 als Weltnaturerbe und im Jahr 1982 zum Biosphärenreservat ernannt. Mit einer Größe von 5970 Quadratkilometern liegt der Park im Norden des Landes an der Grenze zu Kolumbien. Als bedeutendstes Reservat Panamas ist er, nach den gewaltigen Regenwaldgebieten des Amazonas, das artenreichste Tropengebiet der Welt. Die Flora und Fauna in dieser Region umfasst viele äußerst seltene und vom Aussterben bedrohte Arten. In dieser Region  sind auch die indigenen Völker der Embera und Kuna beheimatet.

Die Reservate in den Cordillera de Talamanca mit dem Nationalpark La Amistad wurden von der UNESCO im Jahr 1983 zum Welterbe erklärt und waren das erste binationale Biosphärenreservat der Welt. Die  Artenvielfalt dieser Region, die sich über  die Grenzen von Panama bis nach Costa Rica erstreckt, umfasst allein über 180 Pflanzenarten, die nur hier vorkommen. Die Reservate gelten als letztes Rückzugsgebiet bedrohter Tierarten wie Ozelot, Jaguar oder Tapir. Insbesondere die Vogelwelt mit ihren nahezu 600 Arten macht diese Gegend zur artenreichsten  Zentralamerikas.

Im Jahr 1997 erklärte die UNESCO den Stadtteil Casco Antiguo in Panama-Stadt zum historischen Ort und im Jahr 2003 wurden auch die archäologischen Überreste  der ursprünglichen Stadt Panama zum Weltkulturerbe ernannt. Die Ruinen von Panamá la Vieja (Alt-Panama) bergen die Spuren der ersten europäischen Ansiedlungen auf dem neu entdeckten Kontinent Amerika.

Diese 1519 gegründete Stadt wurde 150 Jahre später durch einen Piratenangriff zerstört. 1673 an einer anderen Stelle, nämlich acht Kilometer südwestlich, wieder aufgebaut, ist es heute der Stadtteil Casco Antiguo, der mit seinem kolonialen Baustil und  seinen außergewöhnlich prachtvollen barocken und neoklassizistischen Bauwerken berühmt ist.

Der Parque Nacional Coiba mit seinen 270.125 Hektar Fläche (216.543 Hektar davon sind Wassergebiet) ist der bislang letzte panamaische Beitrag zum UNESCO-Welterbe. Im Jahr 2005 ausgezeichnet, bietet das Gebiet aufgrund seines Artenreichtums exzellente Voraussetzungen als natürliches „Labor“ für wissenschaftliche Forschungen, denn die Fauna mit 36 Säugetier-, 147 Vogel- und 39 Reptil- und Amphibienarten ist hier ebenso vielfältig wie die üppige Flora.

In diesem Park befindet sich auch einer der wenigen Orte in Panama, an denen Schwärme der vom Aussterben bedrohten roten Aras zu beobachten sind, einer Papageienart, die hier ideale Lebensbedingungen gefunden haben.

Der wahre Reichtum dieses Parks befindet sich allerdings unter Wasser. In der Bucht von Damas befindet sich mit einer Fläche von  135 Hektar das größte  Korallenriff Zentralamerikas. Dieses Riff ist Lebensraum von 69 Fischarten, und zahllosen  Stachelhäutern, Weich- und Krustentieren. (Laut Wikipedia sind es 760 Fischarten, die im Nationalpark zu finden sind. Sind es wirklich nur 69 im Riff?)

Diese fünf ausgezeichneten Orte sind nur Beispiele für das, was Panama der Welt zu bieten hat: Den Zauber und die unvergleichliche Schönheit seiner Naturlandschaften sowie die Zeugnisse seiner bedeutenden Geschichte als Treffpunkt sehr unterschiedlicher Kulturen.

Neben einer Vielzahl interessanter touristischer Attraktionen bietet Panama fröhliche, gastfreundliche Menschen sowie eine unvergleichliche Schönheit und einzigartige Vielfalt von Flora und Fauna, die dieses Land zu einem der wichtigsten Ziele nachhaltigen Ökotourismus in Mittelamerika machen.

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